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title: "Multikriterielle Entscheidungsanalyse"
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article: "Multikriterielle_Entscheidungsanalyse"
language: "de"
categories:
  - "Category:Decision theory"
  - "Category:Decision-making"
  - "Category:German"
  - "Category:Systems analysis"
revision_id: 4717
wiki_created_at: 2026-09-06T23:38:55Z
wiki_modified_at: 2026-09-06T23:38:55Z
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# Multikriterielle Entscheidungsanalyse

**Multikriterielle Entscheidungsanalyse** – eine Gesamtheit von Methoden und Verfahren zur Auswahl, zum Vergleich und zur Bewertung von Alternativen unter Bedingungen, bei denen Entscheidungen unter Berücksichtigung mehrerer, oft konkurrierender Kriterien getroffen werden müssen. Dieser Ansatz spiegelt die Komplexität realer Probleme wider, bei denen es unmöglich ist, die Wahl auf einen einzigen Effizienzkennwert zu reduzieren.

## Wesen und Ziele

Multikriterialität tritt auf, wenn verschiedene Aspekte der Lösungsqualität (z. B. Kosten, Zuverlässigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit) für den Entscheidungsträger von Bedeutung sind und eine gleichzeitige Berücksichtigung erfordern. Das Hauptziel der multikriteriellen Analyse ist es, Lösungen zu finden, die alle Kriterien maximal erfüllen oder einen optimalen Kompromiss zwischen ihnen darstellen.

## Vorteile und Einschränkungen

Vorteile des multikriteriellen Ansatzes:

- Berücksichtigung verschiedener Aspekte der Problemsituation;
- Flexiblerer Ausdruck der Präferenzen des Entscheidungsträgers;
- Erhöhung der Transparenz der getroffenen Entscheidung;
- Möglichkeit zur Berücksichtigung der Interessen verschiedener Prozessbeteiligter.

Einschränkungen und Schwierigkeiten:

- Schwierigkeit bei der Formalisierung von Präferenzen und Kriteriengewichtungen;
- Mögliche Widersprüche zwischen den Kriterien;
- Unvergleichbarkeit eines Teils der Alternativen;
- Abhängigkeit der Ergebnisse von subjektiven Bewertungen und der Struktur der Skalen.

## Grundprinzipien

1.  **Zerlegung der Gesamtqualität in Teilkriterien**: ermöglicht eine genauere Abbildung der Präferenzstruktur und der analysierten Situation.
2.  **Bildung der Menge effizienter (Pareto-optimaler) Lösungen**: wird verwendet, wenn es nicht möglich ist, alle Kriterien auf eine einzige Weise zu aggregieren.
3.  **Kompensation und Gewichtungsfaktoren**: werden vom Entscheidungsträger zugewiesen oder nach formalen Regeln berechnet und spiegeln die relative Bedeutung der Kriterien wider.
4.  **Aggregation der Kriterien**: Umwandlung eines multikriteriellen Problems in ein äquivalentes monokriterielles Problem unter Verwendung einer Aggregationsfunktion.
5.  **Visualisierungsmethoden**: werden eingesetzt, um erreichbare Kombinationen von Kriteriengewichtungen darzustellen und die Auswahl zu erleichtern.

## Klassifikation der Methoden

Die Methoden der multikriteriellen Analyse werden je nach Art der Information und Form der Präferenzen in mehrere Gruppen unterteilt:

- Methoden, die auf quantitativen Indikatoren mit numerischen Nutzwertwerten basieren;
- Methoden, die qualitative Bewertungen in numerische umwandeln;
- Vergleichsmethoden ohne Berechnung eines numerischen Wertes;
- Methoden der verbalen Analyse unter Verwendung sprachlicher Urteile.

## Beispiele für Methoden:

- Analytischer Hierarchieprozess (AHP);
- Outranking-Methoden (ELECTRE, PROMETHEE);
- Methoden mit additiver oder multiplikativer Aggregation;
- Mensch-Maschine-gestützte iterative Methoden;
- Methoden, die auf Auswahlfunktionen basieren.
